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Friedrich Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

Friedrich Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

38m 49s

In seinem post mortem veröffentlichten Aufsatz „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne“ arbeitet sich Friedrich Nietzsche an der philosophischen Tradition von Platon bis Kant ab. Durch Kritik und Polemik behandelt er klassische philosophische Fragestellungen, wie das Zustandekommen von Sprache, die Bedingungen von Wahrheit und die Stellung des Menschen in der Welt. Dabei ist ihm eine besondere Weitsicht zu eigen; sein Text gilt als Weichenstellung für die moderne Philosophie. In dieser Folge werden besonders Nietzsches Auffassung von Sprache, sein frühzeitiges Verständnis von (ontologischer) Relativität und sein berauschender Schreibstil mit einem neuen Gast besprochen: dem 21 Jahre alten Philosophiestudenten und Praktikanten...

Jaegwon Kim: Emergenz

Jaegwon Kim: Emergenz

36m 15s

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Frage was man in der Philosophie unter dem Konzept Emergenz versteht. Als Grundlage dient uns Jaegwon Kims einflussreicher Text „Supervenient and yet Not Deducible: Is There a Coherent Concept of Ontological Emergence?“, der 2029 erschienen ist. Emergenz beschreibt kurzgefasst das Phänomen, dass aus dem Zusammenspiel vieler einfacher Einzelteile eines Systems völlig neue, unerwartete Eigenschaften entstehen. Kim unterscheidet in seinem Essay zwischen ontologischer/starker und epistemischer/schwacher Emergenz und erörtert diverse Schwierigkeiten mit dem Begriff der ontologischen Emergenz – deren Annahme er dennoch für unverzichtbar in der Philosophie des Geistes hält. Viel Vergnügen beim Hören!

 Thomas Claviez: Populismus

Thomas Claviez: Populismus

42m 16s

Thomas Claviez beschäftigt sich in seinem 2019 erschienenen Aufsatz „Where are Jacques and Ernesto when you need them? Ranciere and Laclau on populism, experts and contingency“ mit der Frage wie mit dem zunehmenden Populismus in demokratischen Gesellschaften umgegangen werden kann. Dazu bezieht er sich auf Ideen des argentinischen politischen Theoretikers Ernesto Laclau und des französischen politischen Philosophen Jacques Ranciere. Zentral sind für die Analyse des Phänomens Populismus sind die Begriffe Kontingenz und das Konzept des „Leeren Signifikanten“, Viel Vergnügen beim Hören!

Bernard Williams: Moral Luck

Bernard Williams: Moral Luck

45m 40s

In dieser Episode diskutieren wir über den Begriff des Moralischen Zufalls (Moral Luck) der vom englischen Moralphilosophen Bernard Williams geprägt wurde und seit der Veröffentlichung seines Textes „Moral Luck“ 1981 einen prominenten Gegenstand der philosophischen Debatte darstellt. Williams stellt die traditionelle Vorstellung infrage, dass nur kontrollierbare Handlungen moralisch relevant sind, indem er anhand von Beispielen aufzeigt, dass Glück oder Pech, sowie Erfolg und Misserfolg eine Rolle bei der moralischen Bewertung unserer Handlungen spielen. Damit greift er die besonders im deutschsprachigen Raum sehr verbreitete ethische Konzeption Immanuel Kants an, der moralische Verantwortung auf den guten Willen und Handlungen unter eigener Kontrolle...

Sapere Interview: Lena Schützle -

Sapere Interview: Lena Schützle - "Compassion"

47m 25s

Lena Schützle setzt sich in ihrer Doktorarbeit intensiv mit dem Begriff des Mitgefühls auseinander. Im Zentrum ihrer Untersuchung steht insbesondere die Idee der „Compassion“, wie sie von Ryōsuke Ōhashi im Spannungsfeld zwischen buddhistischer Theorie und der westlichen phänomenologischen Tradition entwickelt wurde.
Im Gespräch wird unter anderem der Begriff der „Leere“ heraus gearbeitet, wie er in der Kyoto-Schule geprägt wurde, um Ōhashis Verständnis von Compassion besser zu verstehen. Diese „Leere“ zeichnet sich durch eine Auflösung der Grenze zwischen dem eigenen Selbst und den Anderen aus und beschreibt ein grundlegendes Mit-Sein, das über ein bloß moralisches Mitgefühl hinausgeht.
Vielen Dank an Lena...

Nicolas Langlitz: Is there a Place for Psychedelics in Philosophy?

Nicolas Langlitz: Is there a Place for Psychedelics in Philosophy?

34m 12s

In der aktuellen Episode diskutieren wir über den Text „Is there a Place for Psychedelics in Philosophy?“ des deutschen Philosophen und Historikers Nicolas Langlitz. Er hat sich der Aufgabe verschrieben philosophische Feldforschung zu betreiben und untersucht wie sich Alltagserfahrungen und Erkenntnisse aus verschiedenen empirischen Wissenschaften, wie z.B. der Neurowissenschaft in die Philosophie integrieren lassen. Die Auseinandersetzung mit psychedelischen Erfahrungen die durch psychoaktive Substanzen induziert werden dienen Langlitz und uns als Ausgangspunkt um zu fragen: Was ist eigentlich Philosophie?

Weihnachtsfolge: A Christmas Carol

Weihnachtsfolge: A Christmas Carol

22m 34s

Im diesjährigen Weihnachtsspecial beschäftigen wir uns wieder einmal mit Charles Dickens bekanntestem Werk „A Christmas Carol“. Dieses im 19 Jh. entstandene Werk stellt bis heute den zentralen Fokus für die philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Weihnachten in der angelsächsischen Welt dar. Hintergrund unserer Interpretation ist das Kapitel „Sympathy and Spectacle in Dickens a Christmas Carol“ aus dem 2000 erschienen Buch „Scenes of Sympathy; Identity and Representation in Victorian Fiction“ der kanadischen Philosophin Audrey Jaffe.

Hilary Putnam: The Meaning of Meaning

Hilary Putnam: The Meaning of Meaning

25m 33s

Der einflussreiche Sprachphilosoph Hilary Putnam entwirft in seinem viel diskutierten Aufsatz „the Meaning of Meaning“ das Gedankenexperiment der Zwillingserde. Die Zwillingserde ist eine exakte Kopie unserer Erde und alle verhält sich hier genauso wie auf unserm Planeten, inklusiver aller Menschen, deren Sprache und deren Gedanken und Gefühle. Der einzige Unterschied zu unserer Erde ist die chemische Struktur des Wassers: Während auf unserer Erde die Summenformel H 2 O gilt, trifft auf der Zwillingserde die Formel X Y Z zu. Genau wie H 2 O ist auch X Y Z farblos, geruchlos, nass und löscht den Durst. Die chemische Struktur ist...

David Chalmers: The Extended Mind

David Chalmers: The Extended Mind

32m 29s

In seinem 1998 zusammen mit Andy Clark veröffentlichten Paper „The Extended Mind“ befasst sich der einflussreiche australische Philosoph und Kognitionswissenschaftler David Chalmers mit folgender Frage: Wo endet das Bewusstsein und wo beginnt der Rest der Welt? Anhand von Beispielen tritt Chalmers für einen „active externalism“ ein, d.h. er argumentiert dafür, dass der menschliche Geist schon immer von der Welt außerhalb des Kopfes beeinflusst ist, und seinerseits auf die äußere Welt einwirkt. Eine besondere Rolle spielt für diesen Ansatz die Sprache.
Viel Vergnügen mit der Folge!