Heidegger - "Die Frage nach der Technik"
Shownotes
Musik: Vipo Maat, Simon Kahn-Ackermann, Richard Rupp. Logo: Celine Edinger. Schnitt: Christoph Kreisz. Sound: Richard Rupp. Podcaster: Kilian Karger, Manuel Schäfler, Richard Rupp.
Transkript anzeigen
00:00:12: Herzlich willkommen zu Sapre Audio, dem Philosophie-Podcast für alle.
00:00:16: Mit mir im Studio, Mano Stefler!
00:00:18: Schönen guten Tag.
00:00:20: Heute leider abwesend, Kilian Kager und mein Name ist Richard Rupp.
00:00:25: Ja in dieser Folge stellen wir uns die Frage nach der Technik und ich glaube auch das machen wir nicht ohne Grund Manuel weil so Technik ist ja irgendwie gerade im Zeitgeist mehr oder weniger das bestimmte Thema?
00:00:37: sind jetzt die letzten Tage medial auch damit geflutet worden, dass Open Eye und Tropic an die Börse gehen wollen.
00:00:44: Und wenn wir in diesen Tagen an Technik denken, dann denken wir hauptsächlich an künstliche Intelligenz, die ja zum einen die Medien dominiert aber auch irgendwie den Arbeitsmarkt in Unsicherheiten stürzt und die aber auch vor immer größeren technischen Errungenschaften steht.
00:01:03: Ja genau!
00:01:04: Die wieder so ein destruktives, so an alles verändern das Moment darstellt und jetzt auch schon heiß ausdiskutiert wird die ganze Zeit.
00:01:13: Wo auch bis jetzt einfach noch keiner weiß wie sich das alles entwickeln wird.
00:01:17: man hat nur den Eindruck oder man kriegt das Gefühl es wirkt sich auf alle unsere Lebensbereiche aus zum Beispiel in der Medizin wo die neue Technik dann Fantastisches leistet indem sie zb Muster erkennen kann besonders gute neue Datensätze auswerten kann X-rays also Röntgenbilder zum Beispiel besonders gut auslesen kann.
00:01:33: Das ist ein sehr ambivalentes Thema.
00:01:36: Also ich finde es vor allem auch ambivalent und spannend, weil das sich ja auf Kunst auswirkt.
00:01:42: Jetzt
00:01:43: habe ich heute tatsächlich erst mal ein Interview gelesen mit Ben Affleck der eine Produktionsfirma hat und er sagt naja also AI ist schon sehr hilfreich um irgendwie lästige Kleinarbeitserledigen wie immer wieder einmal denselben Fehler im Bild ausbessern oder wenn man irgendwelche Masken, die man über einen Abschnitt legt immer wieder anwenden muss.
00:02:06: Aber irgendwie greift die Kunst dann doch nicht so an weil es immer noch sehr den persönlichen Geschmack trifft wie man einen Schnitt setzt oder wo man ein Schnitt setzt oder vom Arbeiten des Drehbuches her schon sehr viel kreative Arbeit passiert, die nicht unbedingt durch AI besser erledigt werden kann.
00:02:28: und Ich glaube, diese Verstrickung von Kunst und Technik führt uns auch schon so ein bisschen an den Text von heute.
00:02:36: Tatsächlich können wir das später nochmal sehr gut aufgreifen.
00:02:39: Nämlich beschäftigen wir uns heute mit Martin Heidegger – und zwar einem seiner Texte aus der Frage nach der Technik, wo er eben genau dieser Frage nachgeht Technik und Kunst auch sehr stark miteinander in Zusammenhang gesetzt wird.
00:02:56: Zu Heidegger muss man leider Folgendes einfach immer noch dazu geben, der Mann war überzeugter Nationalsozialist hat sich davon auch Zeit seines Lebens nicht distanziert wie das in welcher Form das genau Auswirkungen auf seine Philosophie hat oder wie wir irgendwie unsere Denkerinnen in Bezug zu ihrem Werk und Ihrem politischen Handel in Verbindung setzen, das überlegen wir uns mal vielleicht im Extra-Projekt machen weil es ganz spannend ist.
00:03:19: Heute können wir das an dieser Stelle nicht ausdiskutieren sondern starten gleich in den Text rein.
00:03:23: Nämlich was ich besonders spannend finde oder schon mal interessant finde ist dass er sagt er unterscheidet jetzt erstmal Technik von dem was ihr nicht für Technik hält.
00:03:33: Er fragt nach dem Wesen der Technik Und das unterscheidet er von dem, was eine richtige Beschreibung der Technik ist.
00:03:40: Eine richtige Beschreiben von Technik, das ist das, was er so Technik als Instrument nennt, also sowas unser alltäglicher Technikbezug wäre.
00:03:47: Technik wie ein Instrument, Technisch wie ein Werkzeug.
00:03:50: und dann merkt man aus seinem phänomenologischen Zugang, er lehnt ab eine Konzeption von Techniken.
00:03:54: gesagt Der Mensch ist der Technic gegenübergestellt und der Mensch verfügt einfach über die Technik sondern in so einer... Phänomenologischen Variante, oder das lege ich ihm jetzt mal nahe in so einer phänologischen Konzeption was natürlich sehr viel mehr sind zu sagen Technik und wir.
00:04:07: Wir sind da in einem tieferen Bezugsverhältnis.
00:04:10: Das ist nicht einfach nur etwas was mich irgendwie erfasst und was ich benutzen kann sondern das geht tiefer.
00:04:15: Das verändert auch was
00:04:17: Genau.
00:04:18: er beginnt seinen Text ja auch mit einer Methode.
00:04:22: Oder er sagt erstmal wie er sich dem technikbegriff nähern möchte.
00:04:27: Zwar ist dein erklärtes Ziel eine freie Beziehung zur Technik zu gewinnen.
00:04:33: Und diese Beziehungen sind dann frei, wenn sie unser Dasein dem Wesen der Technik öffnet... ...ist es natürlich Heidegger-Spreche und irgendwie klingt das kompliziert.
00:04:45: aber da kommt schon mal eine erste tragende Unterscheidung hervor nämlich die Technik ist nicht das gleiche wie das Wesen der Technique.
00:04:54: Also die Maschine?
00:04:56: Die einzelne Maschine ist es nicht die Technik als solche, beziehungsweise der Hammer.
00:05:00: oder später diskutiert er dann Kraftmaschinen und Flugzeuge vor allem auch aus in seinen Beispielen.
00:05:05: Die eint alle etwas was über sie selbst hinausgeht.
00:05:08: das so ein bisschen schwierig weil es nicht einfach so platronmäßig ist gut die Beziehen sich halt alle auf etwas sondern dass es mehr so sind alle Ausdruck von etwas.
00:05:17: Es ist alles sozusagen einen Ausdruck von dem was Technik ist aber es ist nicht Technik selbst.
00:05:21: Technik selber hat praktisch eine eigene Charakteristik die weit darüber hinaus geht.
00:05:25: Und genau das ist dann auch das Programm, dass er in diesem Vortrag beziehungsweise dann später als Aufsatz veröffentlichten Text.
00:05:33: Als Projektveranschlag nämlich, dass es darum geht einen Weg zu finden und Fragen zu finden wie man sich diesen Technikbegriff nähern kann.
00:05:43: Dann beginnt der ja erstmal mit einer richtigen Bestimmung aber doch nicht wahren Bestimmung wie er es nennt einer instrumentalen und einer anthropologischen Bestimmung der Technik.
00:05:55: Die anthropologische Bestimmung ist so, dass zu ihr das verfertigen und irgendwie das Gebrauchen von Gerätenmaschinen oder Zeug gehört und dass diese Sachen selbst Bedürfnissen und Zwecken die dazugehören dienen.
00:06:16: Das ganze dieser komplexen Zwecke im Mittel heißt für ihn eben, dass das ein Instrument für uns ist.
00:06:23: Und deswegen nennt er das erst mal die anthropologische und instrumentale Bestimmung der Technik weil es eben für uns Menschen mittel und zweck ist und weil uns die Technik als Instrument dient.
00:06:37: Ja
00:06:38: hier könnten wir einfach Schluss machen.
00:06:40: eigentlich so andere Philosophen würden hier auch Schluss machen.
00:06:42: man kann ja damit auch schon ganz viel tolle Kritik machen nämlich zu sagen zum beispielhafter Satz der daraus folgen würde okay Technikpessimismus zum Beispiel zu sagen, ja unsere Technik die verselbstständigt und frisst uns irgendwie auch auf.
00:06:55: So die Atombombe setzt praktisch die Explosion auch einfach gleich mit voraus Und es macht er ja nicht oder das ist ihm noch zu wenig.
00:07:02: aber man könnte ja dafür gute Kritik an Technik einfach auch schon stift bleiben und einfach sagen gut Oder man könnte bei einem neutralen Technik ist halt einfach eine Form von instrumentellen Werkzeug und damit ist auch alles gesagt stehenbleiben.
00:07:15: Aber das wird da ja nicht.
00:07:15: und jetzt ist die Frage wie rechtfertig der dass
00:07:18: Genau, also ihm geht es ja auch glaube ich gar nicht darum eine Technik Kritik zu formulieren.
00:07:24: Also wenn ihr später das Wort Gefahr benutzt und sagt dass diese Gefahr was spezielles Spoiler mit der modernen Technik auch einhergeht?
00:07:32: Es hat zumindest den kritischen Einschlag aber ist halt damit auf jeden Fall nicht abgeschlossen.
00:07:36: Ja, aber ich glaub hier...also an der Stelle im Text geht's ihm noch nicht um die
00:07:39: Erträgerung.
00:07:40: Ja, da geht sie nur darum einen ganz allgemeinen Begriff wie alle verstehen würden einfach zu sagen habt dann nicht recht
00:07:46: Ja, genau.
00:07:48: Aber diese Bestimmung dass Technik irgendwas Instrumentales und Anthropologisches ist für ihn ja erstmal unheimlich wichtig.
00:07:58: Und dann sagt nein das stimmt und es ist so allgemein und so richtig.
00:08:02: Das stimmt auch heute noch.
00:08:03: Genau da könnten wir stehen bleiben und das wäre ein Fehler weil es so richtig ist.
00:08:07: Das lenkt uns eigentlich vom wahren Wesen der Techniker.
00:08:10: Also es ist die Frage nach dem Wesen er sagt.
00:08:12: Diese Definition ist einfach nicht, was eigentlich Technik ist.
00:08:16: Und sein Wesensbegriff ist ein bisschen komplexter als ich das gerade herstelle.
00:08:18: aber wir sind sozusagen noch nicht bei dem Kern der Technik angekommen und ihm geht es jetzt sozusagen darüber hinaus zu gehen.
00:08:25: Genau dann bringt er ja auch erst mal etliche Beispiele von der modernen Technik, die Racketenflugzeug- und Hochfrequenzmaschinen Und Radarstationen und auch das sind alles noch irgendwie Mittel zu zwecken sagt er, wenngleich diese Radar Station doch deutlich komplex ist als eine Wetterfahne.
00:08:50: Und natürlich brauchen irgendwie so Flugzeuge verschiedene Arbeitsschritte.
00:08:56: also es braucht nicht nur einen Pilot sondern es braucht auch eine Mechaniker damit.
00:09:00: das fliegt ja Aus der Richtigkeit, dieser Bestimmung aus der Technik folgt eben die Haltung dass sie ein Mittel ist.
00:09:09: Und dann wird Heidegger oder also Heideger ist immer Heidecker.
00:09:13: ja das ist einfach nicht leicht zu verstehen aber wir kriegen das jetzt sicher gleich zusammen hin.
00:09:19: Dass die Techniker im Mittel ist liegt alles daran sie in der gemäßen Weise zur Hand haben.
00:09:25: man will sich geistig in die Hand bekommen und man will sie meistern.
00:09:29: dieses Meistern wollen wird umso dringlicher, je mehr die Technik der Herrschaft des Menschen zu entgleiten droht.
00:09:37: Also dass diese instrumentelle Bestimmung der Technik nicht hinreichend oder beziehungsweise eher nicht abgeschlossen ist rechtfertigt er mit einem Griff in die Antike.
00:09:48: und so schreibt er dann seit Jahrhunderten lehrt die Philosophie es gebe vier Ursachen wo Zwecke verfolgt Mittel verwendet werden wo das Instrumentale herrscht da Ursächlichkeit und Kausalität.
00:09:59: Und jetzt sagt er, wenn wir Technik verstehen wollen, dann müssen wir also mal dieser Kausaltät
00:10:03: hinterhergehen.".
00:10:04: Da sagt er gut, dann schauen wir mal her was da so eine herkömmliche Variante von ist.
00:10:09: Er schreibt, seit Jahrhunderten lehrt die Philosophie Es gebe vier Ursachen.
00:10:12: erstens Die kause Materiales Das Material der Stoff worauf zum Beispiel eine Silberne Schale verfertigt wird Die Causa Formales Die Form die Gestalt in die das Material eingeht.
00:10:24: Drittens die Causa Finales Der Zweck zb Der Opferdienst, durch den die benötigte Schale nach Form und Stoff bestimmt wird, führt uns die Causa-Effizienz, die den Effekt der fertige wirkliche Schale erwirkt – der Silberschmied.
00:10:38: Was die Technik als Mittel vorgestellt ist enthüllt sich wenn wir das Instrumental auf die vierfache Causalität zurück führen?
00:10:46: In diesem Abschnitt diagnostiziert er ja letztlich dass man sich Ursachen eigentlich seit langem als etwas bewirkendes vorstellt.
00:10:57: Klassischerweise habe ich zumindest Kausalität gelernt, ist so dieses Beispiel von Billiardkugeln.
00:11:03: Eine Billiart-Kugel stößt die andere an und...
00:11:06: So eine Kette?
00:11:07: Genau!
00:11:07: Und die weiße Kugel bewirkt das.
00:11:10: Die farbige Kugelt sich dann weiter bewegt.
00:11:14: Ja und sein Kausaltiersverständnis geht da ja schon deutlich darüber hinaus.
00:11:18: Das würde eher wahrscheinlich sagen sind so die letzten zwei Punkte also die Finale und der Silverschmied.
00:11:24: Also
00:11:24: die Effizienz, sehr effekt Nämlich.
00:11:26: die Kugel bewegt sich und der Silber-Schmied, der Manuel hat mit dem Köhe die Kuge angestoßen.
00:11:32: Was wir Ursache nennen und was bei den Römern dann Causa heißt war bei den Griechen irgendwie ganz ein anderes Wort da und zwar jenes was ein anderes Verschuldet so besetzt ist Heidegger.
00:11:46: Und diese vier Ursachen also Materie und Form Effekt und Wirkursache gehören zusammen Alle weisen des Verschuldens.
00:11:57: Und jetzt baut Heidegger halt irgendwie ganz Heideger typisch einen verschulden Begriff auf, der eigentlich ganz was anderes meint als die hier alltagssprachlich als Verschulten meinen.
00:12:09: Buckle in!
00:12:09: Das kriegen wir heute ein paar Mal noch.
00:12:12: Also wir kommen ja vom Mittel und von den Ursachen.
00:12:16: und Ursache hat in der lateinischen Wortfamilie irgendwie so etwas von Fallen Also Kauser und Kasus und Kadere, dass das alles irgendwie fallen.
00:12:29: Und es zeigt uns, dass dieses überlieferte Ursachendenken eben vom Effekt hergebaut ist.
00:12:34: aber dieses Verschulden hat eine ganz andere Dimension weil diese vier Weisen des Verschultens vom Stoff von der Form her gedacht, vom Effekthier gedacht und vom Ziel her gedacht lassen.
00:12:49: etwas sagt Heidegger in seine vollendete Ankunft An.
00:12:54: Und das Verschulden hat dann den Grundzug dieses Anlastens, aber jetzt nicht im Sinne von das Licht anlassen oder dem Motor anlasten sondern es ist tatsächlich etwas eher räumliches so wie in Anwesen- oder Ankunft.
00:13:13: und deswegen schreibt Heiderkels auch immer mit Bündelstrich ja also anminus Wesen oder Anminus Lassen anlasten, weil es gleichzeitig immer auch auf einen Herr vorbringen.
00:13:29: Also auch wieder mit Bündestrichen hervorbringen.
00:13:32: und das Zusammenspiel der vier Ursachen bzw.
00:13:37: Verschuldungsmodi ist ein Hervorbringen.
00:13:42: Und das heißt für Heidegger dass etwas das Anwesend ist zum Vorschein gebracht wird lehnt Heidegger den Begriff entbergen.
00:13:55: Und zwar insofern, dass aus der Verborgenheit etwas in die Unverborgenkeit hervorgebracht wird oder geborgen wird.
00:14:05: wie wenn man so eine Schatzkiste ausgrebt und dann so ein nachvollziehendes Beispiel nicht das kennt jeder.
00:14:13: Dann setzt man so einen Spaten.
00:14:15: zumindest aus Filmen kennt jeder.
00:14:16: Ich wollte mal sagen, ich würde meine Piratencrew machen, dass sie ihn sonntag.
00:14:20: So wenn man dann so mit dem Spaten schonmal auf die Schatzdruhe schlägt und so wird es halt geborgen also Stück für Stück... Das ist dieses Entbergen und dieses Ent bergen ist für Heidegger eine deutsche Übersetzung von Wahrheit.
00:14:37: Ja?
00:14:37: Es ist halt leider
00:14:39: so!
00:14:40: Und er liest das irgendwie so als zu nennen Verfall der Werte, wobei das halt auch kein Verfall ist im üblichen Sinn.
00:14:51: Ich glaube wir gehen hier noch ein bisschen zurück und erklären was gerade passiert ist.
00:14:55: Also Heidegger spricht über Causalität weil – und ich glaube das ist noch eingänglich zu sagen wenn wir von der Technik reden dann ist dieser Causalitätsbegriff wichtig?
00:15:05: Dann sagt er, weil Heideger großer Griechenland-Fan ist geht da in die Antike und sagt wir schauen uns an wie die dieses Wort gebraucht haben Und dieses Wort wurde gebraucht im Sinne von einem verschulden.
00:15:16: Dieses Verschulden hatte vier Aspekte und von diesem Verschulgen geht er dann rüber als nächstes in das hervorbringen, das veranlasst.
00:15:24: Er nimmt den Silverschmied aber bleibt mir bei Manu Schatz.
00:15:27: es entsteht was aber ist nicht einfach so ein banaler Ursache Wirkungszusammenhang also irgendwo gibt's denn auch Aber es wird sozusagen eine Bedeutung gehoben Es wird etwas auch zum gewissen Grad entdeckt
00:15:42: Dass es eine Schatztruhe gibt, da braucht ihr nicht nur einen Schatzsucher dafür.
00:15:47: Sondern dass es eine schatztuhe gibt braucht der auch irgendwie das Holz dafür aus dem die Truhe gemacht ist.
00:15:52: Material ja!
00:15:53: Und
00:15:54: also den Stoff.
00:15:55: Materie braucht die Form nämlich irgendwie diese Truhenform und Es braucht den Schatzsucher.
00:16:03: und irgendjemand muss ja mal den Plan haben, wie diese Schatzdruhe... Genau.
00:16:07: Und die
00:16:07: zu vergraben einfach genau an der Stelle, wo sie vergrahm ist?
00:16:09: Also tatsächlich ist da die Schatztruhe ein schönes Beispiel weil die hier wirklich
00:16:12: geborgen werden
00:16:13: muss.
00:16:14: Ja und weil sie auch tatsächlich bewusst vergrahmen wird!
00:16:17: Das gibt tatsächlich einen Plan.
00:16:19: Die Schatzdruhe ist ja nur dann eine Schatzzruhe wenn sie versteckt ist.
00:16:21: Ja, genau.
00:16:22: So was Heider jetzt macht das diese griechischen Begriffe einfach ins Deutsche zu übertragen er versucht zugänglich zu machen.
00:16:32: Und einer der Begriffe ist eben technär, also Techniker und das ist irgendwie so der Ausgangspunkt in seiner Wortbetrachtung weil er wissen will was Technik
00:16:43: ist.
00:16:43: Aber Manu darf ich kurz noch einspringen?
00:16:47: Weil so wie ich ihn verstanden habe eher sagt um Technik zu verstehen müssen wir Kausalität verstehen.
00:16:51: dann kommen die ganzen Worts Übersetzungen also diese ganze Herleitung.
00:16:56: aber letztendlich sagt er dann und dass es dann Wahrheit Also alles letztendlich kommt da irgendwie bei sowas hinaus, wie entweder Kausalität ist Wahrheit oder Technik ist Wahrkeit?
00:17:05: Nee, meine ich nicht.
00:17:07: Sondern ich glaube was er letztlich macht in meinen Augen ist zu sagen, also seine Methodik ist ja wer erkennen richtig ist aber noch nicht wahr ist.
00:17:19: und
00:17:19: diese ganze Entflenungskette die wir da irgendwie gerade durch extaziert haben Fühlt uns letztlich nur dazu, dass er für den griechischen Begriff Aleteria sowas wie Verborgenheit einen deutschen Begriff gefunden hat.
00:17:34: Nämlich das Entbergen.
00:17:36: Also das ist das was wir tun müssen um das Verborgende in die Unverborgenkeit also ins Sichtbare zu bekommen.
00:17:42: Das unterscheidet ja Wahrheit von Richtigkeit da Dass wir einen klaren Blick auf die Dinge bekommen.
00:17:49: Das kann man wirklich so banalwörtlich glaube ich lesen.
00:17:53: und
00:17:54: Ja, aber wie fängt der Mann bei Technik an und kommt bei Wahrheit raus?
00:17:58: Weil er das Wesende Dinge ergründen will.
00:18:01: Aber die Technik wehst in dem Bereich wo Entbergen und Unverborgenheit Wo Wahrheit geschieht.
00:18:08: also versuchen wir gerade Die technik zu entbergen.
00:18:12: Also was ist das wesentliche?
00:18:13: Technik oder ist da wo sich Technik vollzieht so wie ich jetzt da gerade zitiert habe finden wir dort auch immer formen von wahrheit.
00:18:25: Also ich habe es gerade noch so wie das erste gelesen, dass wir erstmal versuchen den Technikbegriff zu entbergen.
00:18:32: Ich glaube auch auf das zweite hinaus will aber ich glaube wichtig ist dass wir beim ersten bleiben.
00:18:53: zur Richtigkeit des Vorstellens.
00:18:56: Also etwas ist wahr, wenn es richtig ist aber er sagt ja jetzt gibt's da noch mehr oder?
00:19:01: Genau.
00:19:01: also etwas das war wenn es wichtig ist dass ich auch so eine Satzlogik irgendwie ne?
00:19:07: Ja!
00:19:07: Wann isst ein Urteil wahr?
00:19:08: damit meinen wir in der Regel wann sind alle Elemente in diesem Satz?
00:19:14: wann korrelieren die irgendwie mit der Realität?
00:19:15: wann gibts denn der Korrespondenz?
00:19:17: und das ist überhaupt nicht seine Form von Wahrheitsidee?
00:19:20: genau Ich glaube, es wird deutlich darin, wenn wir im Text noch mal weitergehen.
00:19:26: Weil sein Wortbeweis für Technäa ist das Technä bei den Griechen eben nicht nur Handwerk umfasst sondern auch die schönen Künste und...
00:19:38: Poesis ja?
00:19:39: Ja!
00:19:39: Und aber auch Episteme also erkennen.
00:19:43: Das geht dann zusammen und das kann nur der Fall sein Wenn es Entscheidende nicht im Machen, sondern im Entbergen liegt.
00:19:50: Genau genau das ist glaube ich auch der Punkt warum das nicht nur von den Wörtern dir benutzt ja so schwierig ist Sondern warum es vielleicht auch sogar sinnvoll ist diese Wörter zu benutzen weil sein Wahrheitsbegriff einfach So anders funktioniert weil der sozusagen sehr viel Viel schichtiger ist oder irgendwie größer ist.
00:20:08: nicht größer in Sinne von besser aber halt in Umfänglicher
00:20:13: Ja.
00:20:14: Und dann wird das eben dieses Entbergen.
00:20:15: Wenn ich halt Wahrheit nicht erschaffe, sondern sozusagen auf die Wahrheit irgendwie stoße und zum Beispiel die technischen Gegenstände ja einfach aus Viehursachen anstatt wie wir ansonsten denken aus zwei hervorgehen also wenn es da auch eine größere Einbezogenheit von verschiedenen Faktoren gibt?
00:20:31: Es ist eben nicht nur machen und irgendetwas hervorbringen, das ist ja Peuses Sondern es ist wirklich dass sich mit etwas auskennen.
00:20:40: Also ich glaube so kann man Episteme auch nochmal, oder so versteht er das zumindest.
00:20:47: Also ob man das so verstehen kann, müssten irgendwelche Philologen entscheiden?
00:20:52: Das weiß ich nicht.
00:20:53: ja!
00:20:53: Ich
00:20:53: bin mir auch sehr sicher dass da gut gestritten wird.
00:20:56: also ich kann mir vorstellen, dass Heidegger da vor allem auch eher Philosoph als jetzt der didisierteste Philologe war.
00:21:02: Ja und das kann ich mir auch gut vorstellen wir sind hier auch Philosophen und keine Philologin.
00:21:07: insofern stellen wir den Diskurs mal hinten an.
00:21:10: aber irgendwie scheint mir das schon Eine sinnvolle Argumentation trotzdem zu sein, dass Technik und das Wesen der Technik mit Wahrheit zusammenhängen und nicht nur mit Richtigkeit.
00:21:20: Und es mehr als eine formale Bestimmung braucht um Technik zu verstehen.
00:21:24: Genau.
00:21:25: Ja und an dem Punkt sind wir jetzt eben angelangt?
00:21:29: Ich würde sagen so... Das ist so was er so kernmäßig oder was ich jetzt sagen würde, was die antike Technik auch sehr abschließend beschreiben würde.
00:21:37: So macht Heidegger das zumindest oder so würde ich ihn da verstehen.
00:21:41: Wir halten fest In der antiken Technik, also er hat das Beispiel von Silberschmied oder wir nehmen unser Beispiel von der Schatzdrohe.
00:21:47: Da ist es irgendwie diese Vielheit, diese vier Kausalitäten oder diese vier Verschuldungen sind da irgendwie harmonisch im Einklang miteinander?
00:21:56: Oder kann man das irgendwie schön rauserkennen?
00:21:58: Dann macht auch so ein Kunstbegriff irgendwie sehr Sinn!
00:22:01: Und jetzt sind wir bei der modernen Technik und die moderne Technik oder das Entbergen der modernen Technik beschreibt er als seinen Herausfordern.
00:22:09: Und zwar einen Herausforder an uns als Personen aber auch an die Natur.
00:22:11: Das ist ja schon mal die erste Wandelung, was früher hervorbringen war.
00:22:16: Es ist jetzt ein Herausfordern und zwar im tatsächlichen Wortin das etwas gefordert wird – aus der Erde heraus da.
00:22:27: Also wo früher der traditionelle Ackerbau, wo der Bauer den Acker bestellt hat und umgegraben hat, tritt heute eine motorisierte Ernährungsindustrie wie Heider gesagt.
00:22:38: Ich finde es einfach großartig!
00:22:40: Und da wird wirklich aus dem Boden etwas herausgefordert, oder Ärzte die unter der Erde liegen werden herausgefordert.
00:22:49: Ja und diese Herausforderung hat halt eine Doppeldeutigkeit.
00:22:53: Deswegen werden im Bergbau ja auch die Bodenschätze gefördert.
00:22:59: Dann auch mal mit Diskutabel ob das dann nur die moderne Technik ist weil Bergbau doch deutlich älter ist als die moderna Technik?
00:23:05: Ich finde es ganz interessant, weil er hat ja mit dem Technikbegriff den er hat in seiner ganzen Physik-Diskussion kommt es auch so ein bisschen raus, weil er hat natürlich schon das Problem, dass auf der einen Seite die moderne Technik als was Neues herausstellen muss und auf der anderen Seite natürlich aber Aussagen muss.
00:23:18: Aber eigentlich war's schon immer... Es war schon veranlagt.
00:23:20: seit Jahrhunderten ist es veranlagd!
00:23:22: Und so wird dann bei ihm.
00:23:24: später schreit da, dass dann wird sowas wie die Moderne Physik, die halt eben dieses sehr instrumentelle Berechnende, die sich eigentlich nur mit dem Effekt und mit dem hervorbringendes Effekt beschäftigt, wird dann sozusagen zu so einem Vorboten der Technik, In sowas wie dem kannst du noch mal dein schönes Lieblingswort für moderne Landschaften.
00:23:45: Motorisierte Ernährungsindustrie.
00:23:46: Genau, die in der motorisierten Ernährung Industrie erst dann so was wie ihre Verwirklichungen dann auch findet.
00:23:51: also das muss man schon sagen ist natürlich so ein Spannungsverhältnis indem er sich bewegt vor allem wenn auf sein ganzes Argument ist ich leite dass von alten griechischen Begriff ab da musst du es irgendwie zeigen dass dich das durch die Zeit trägt.
00:24:03: und jetzt ist dieses Fördern von ihm ja auch nochmal doppelten Sinn gemeint im Sinne von erschließen und im Sinne von herausstellen.
00:24:14: Und er sagt, dass dieses Fördern im Voraus darauf abgestellt ist, anderes zu fördern.
00:24:21: Das heißt vorwärtszutreiben in die größtmögliche Nutzung bei geringstem
00:24:26: Aufwand.".
00:24:28: Und da merken auch das es jetzt hier gerade einfach eine Beschreibung also weil davon wird ja auch profitiert na?
00:24:32: Es ist nicht einfach.
00:24:33: er geht jetzt hin und sagt wir müssen zurück zu einem antiken Verständnis der Technik Weil damals war alles schön und poetisch, vor allem Kunst.
00:24:41: Sondern zum gewissen Grad sagt er das da wo Technik ist sich auch eine Form von Wahrheit vollzieht.
00:24:47: Das ist ja dieser ganzen ersten Punkt.
00:24:48: Und dann ist natürlich die Frage welche Wahrheit verzieht sich?
00:24:51: oder was entbirgt sich?
00:24:53: um ein heitiger Sprech zu bleiben?
00:24:54: Was entbürgt sich bei der modernen Technik, die sich eben durch diese Form von herausfördern kennzeichnet?
00:25:02: Durch was zweites nämlich durch den Bestand?
00:25:04: mit Bestanden meint er
00:25:05: z.B.,
00:25:06: die Sachen nicht nur einfach rausproduziert werden, sondern dann vor allem auch gespeichert werden.
00:25:10: Ich glaube da hast du im Bestand auch noch eine schöne Heerleitung?
00:25:14: Ja genau das wollte ich gerade nochmal anmerken auch dass wir jetzt in der zweiten großen Wortkette in diesem Text sind vielleicht mal kurz zusammenfassend willkommen vom Forderdamm und vom Herausfordern und vom Herausforderdamm.
00:25:30: Und die Natur soll eben Energie liefern die heraus gefördert werden kann.
00:25:35: Und aus diesem Fördern kommt das Stellen, dass die Natur Energien herausfordert und aus diesen Stellen wird dann alles abgeleitet.
00:25:47: Nämlich zum einen das Bestellen, das eben zweideutig ist.
00:25:52: also das Feldbestellen hieß dem Boden zu pflegen aber auch zu nutzen und dieses neue Bestellen stellt die Natur nochmal heraus.
00:26:03: Aber trotzdem stehen ja beide Bedeutungen irgendwie in demselben Wort.
00:26:07: Und aus dieser Stelle leitet sich dann eben auch Bestellbar oder der Bestand her, weil alles ist bestellt auf der Stelle zur Stelle zu stehen.
00:26:15: Ja
00:26:16: also da ist eine absolute Verfügbarkeit dran?
00:26:18: Genau um immer wieder für Neues weiter das Bestellen bestellbar zu sein.
00:26:25: Unterschieden von denen wie es in einer Artikel sich vollzogen hat
00:26:29: und dass es dann der Bestands Also diese Präfigste bei Heidegger sind doch immer ein guter Hinweis darauf, wie das funktioniert.
00:26:39: Wie Heidega denkt und in der Regel meinte er, dass auch alles wirklich wörtlich ist.
00:26:44: Das sind keine Metaphern für irgendwas.
00:26:46: Der versucht es wirklich wördlich
00:26:48: zu
00:26:49: beschreiben.
00:26:50: Was ihn glaube ich so schwierig macht?
00:26:52: Weil wir dann natürlich mit unseren normalen Sprach- und Textgewohnheiten oder auch Hörgewohnheit oder wie wir ansonsten kommunizieren dürfen ausgehen.
00:27:00: okay vermutlich ist es metaworisch gemeint und das ist halt einfach nicht der Fall.
00:27:03: Ja genau, also er grenzt dann auch den Bestand wieder ab nämlich dass es zum einen kein Vorrat ist aber es ist ja auch kein Gegenstand weil was dem Bestand steht steht halt nicht mehr gegenüber.
00:27:15: deswegen ist es kein Gegenstand der uns gegenübersteht und aus dem bestand leitet ihr dann auch noch verschiedene Werte her wie das Bestandsstück oder den Besteller und die Bestellbarkeit.
00:27:28: Das ist eigentlich sehr interessant, weil diese ganze Wortfamilie deckt ab dass die Sache Mensch und Zustand irgendwie gleichermaßen zusammengehören.
00:27:38: Also auch wenn wir an die Ursachen zurückdenken ja es ist halt eben nicht nur der Bauer der das Feld bestellt und da ist ein Bauer und dann ist er getreides sondern es ist immer Materie die in einer bestimmten Form angeordnet ist mit einem der das nutzen kann und mit einem Plan mit dem das genutzt wird.
00:27:57: Die Sachen sind sozusagen alle sehr viel mehr miteinander, als dass die einander gegenübergestellt sind.
00:28:02: Ja!
00:28:03: Dann macht auch sowas wie verschulden irgendwie mehr Sinn?
00:28:07: Genau und aus diesem ganzen Stellen leitet er dann das G-Stell ab.
00:28:12: Er bildet das über zwei Analogien im Text nämlich einmal über das Gebirge was das Versammelende der Berge ist und das Gemüt was das versammelnde der Stimmungen isst.
00:28:24: Damit ist für ihn klar, dass das G-Stell des versammelten Stellen ist.
00:28:29: Aber dieses Präfik G ist schon noch mal ein anderes Präfix als in Gestänge oder Gerüst oder so.
00:28:36: Also es sind halt einfach Gehwörter aber nur im technischen Sinn und damit zeigt auch, dass die Wortform nicht das Entscheidende ist sondern diese Stellen im G-stell soll zugleich das her und darstellen.
00:28:52: Dieser Poes ist dieses Hervorbringens mithören Lasten.
00:28:56: Hier läuft dann alles, was wir vorher hatten zusammen in dem Einwort Ge-Stell.
00:29:03: Ich würde aber sagen, was hier auch noch sehr interessant ist natürlich wie es denn das Verhältnis von Mensch Natur und Gestell?
00:29:12: Weil wenn so wie ich ihn verstehe dieses Gestell schon etwas umfassendes ist Dann bringt der Mensch das auf der einen Seite her vor Und auf der anderen Seite beeinflusst es ihn aber auch, weil er in diesem Gestell irgendwie existiert.
00:29:30: Er bringt das ja vor, aber gleichzeitig ist es seine technische Lebenswelt dann.
00:29:34: Vielleicht noch mal ganz kurz... Das ist auch wieder Stellen im wörtlichen Sinne.
00:29:37: Also jemanden zu Redestellen quasi jemanden stellen und dieses Gestell ist eben das Versammelte dieses Stellens dass den Menschen stellt also herausfordert.
00:29:50: Ja genau!
00:29:52: Wenn man das dann auf diesen Technikbezug macht, dann sind wir ja bei dem Punkt der Mensch wird durch die Technik herausgefordert.
00:29:59: Und zwar auch und vielleicht ist es Heidegger, neunzehntreinfünfzig nicht mehr seine Art zu denken aber natürlich sehr interessant wenn man an Heideger den Existenzphilosofen denkt weil das natürlich eine Aussage ist wo wir uns noch heute in Bezug auf AI fragen müssen wie fordert denn uns die technik heute heraus?
00:30:19: Was ist unser Gestell?
00:30:20: oder wie hat sich dieses Gestell in seiner historischen Gegebenheit.
00:30:24: Und ich würde behaupten, die historische Gegengegenheit des Gestells oder wie Heidiger sagen würde ist es halt ein Geschick.
00:30:30: anderer Begriff da kommt später noch dies heute eine andere als die neunzehnteinfünfzig war.
00:30:35: ja Heute würden die Beispiele an denen wir jetzt irgendwie den Text bauen werden die wären dann eher KI Server Farmen Social Media das wäre eine ganz andere Begriffsreihe und dann würde ich auch meinen Es wäre interessant das nochmal neu aufzumachen.
00:30:48: aber auf jeden Fall ist das Interessante am Gestellbegriff Der Mensch wird durch das Gestell herausgefordert, gleichzeitig herausfördert der Mensch die Natur und das ist ja auch ein wesentlicher Aspekt des Gestells.
00:30:58: Nämlich der Bestand dann auch.
00:31:00: Und so sind wir eben in dieser Form von Rahmenbegriff irgendwie es menschliches oder Leben in der technischen Welt ist dann sozusagen Leben im Gestell wo wenn man sich das Stellen anschaut ja dann auch diese Herausforderung ist als aber auch diese Form von.
00:31:14: Wir werden auch selber gestellt im Sinne von wir können auch bestand werden etc.
00:31:18: also Man kann mich nicht mit diesem Gestellbegriff sehr viel arbeiten, aber ich wollte mal zeigen wie viele Interpretationen man da reinkriegen kann und was dann auch interessant ist an so einem Denker wie Heideger.
00:31:29: Also warum das interessant ist mit dieser Art von Begriff zur Arbeit?
00:31:32: Das
00:31:32: ist aber auch gut gemacht, dass wir jetzt verstehen, warum er jetzt im Text mit der Physik weitermacht.
00:31:38: also für mich war es so ein Bruch im Text Mit der Erklärung, dass man mit dem Stellensbegriff eben so arbeitet macht es auch Sinn, dass er dann die Physik als Beispiel nimmt und sagt naja.
00:31:51: Die Physik versucht halt die Natur zu stellen und das macht sie wie nämlich durch Experimente.
00:31:57: aber jetzt ist halt eben so, dass die Physiker mit Apparaten arbeitet, mit Messinstrumenten arbeitet, die Technik sind Und das macht das Ganze ja etwas kurios.
00:32:08: Ja und erst sagt hat naja die Experimentalphysik ist nicht deswegen ExperimentalPhysik weil sie Messungen durchführt, sondern eben umgekehrt.
00:32:19: Weil die Physik schon einfach als Theorie die Natur darauf hinstellt sich als vorausberechnbarer Zusammenhang von Kräften darzustellen.
00:32:30: Ich meine also das macht Heidegger dann schon auch absichtlich dass er das so zusammenstellt.
00:32:35: Er hätte natürlich auch einfach schreiben können, dass die Physikt die Natur da drauf hinställt vermeintlich voraus berechenbarer Zusammenhang von Kräften ist und deshalb wird das Experiment bestellt, also im Form von auf die Natur hin bestellt.
00:32:57: Aber der Punkt ist glaube ich klar zu sagen weil wir davon ausgehen dass die Natur irgendwie berechenbaar ist und dass man irgendwie den Zusammenhang vor den Kräfte die in der Natur wirken erkennen kann benutzen wir Apparate, um das zu messen.
00:33:13: Heider geleitet daraus zwei Konsequenzen hat nämlich dass die moderne Physik sich einfach damit abfinden muss, dass ihr Vorstellungsbereich unanschaulich bleibt also eben nicht mehr so, dass man eine Kugel vom Turm fallen lässt sondern nur noch die Messergebnisse als Ableitung von einem Phänomen, das man nicht anschauen kann und...
00:33:36: Ja in Stern ist halt schwierig die Atome direkt zu sehen?
00:33:40: Ja genau.
00:33:41: Und zweitens, weil eben das Wesen der modernen Technik im Gestell beruht oder im Gestelle liegt muss sie irgendwie die exakte Naturwissenschaft verwenden.
00:33:53: ja und daraus entsteht halt irgendwie so ein Trugschluss für Heidegger dass die moderne Technik angewandte Naturwissenschaft sei
00:34:03: also das halt sozusagen der erkenntnis theoretische Anspruch von Wahrheit.
00:34:08: Weil das ist ja das, deswegen habe ich das gemein so für ihn schon ganz den Trazer sein überall da wo wir Technik finden dazu sich eine Form von Wahrheit mit vollziehen.
00:34:16: Da wird etwas entbogen und in dieser verkürzten Anschauung der modernen Technik wird halt entborgen was heute Technik ist nämlich vor allem Bestand und somit letztendlich Gestell oder vor allem Gestell unsomit auch Bestand Und dass zeigt sich dann eben wieder an der Physik und es sind auch irgendwie Ja, bekannte Formen von Verkürzung, die da getroffen wird.
00:34:41: Die aber nicht identisch sind mit so einem klassischen Technik-Kulturpäsimismus.
00:34:46: weil wenn in der Technik immer noch die Wahrheit liegt dann muss da ja auch irgendeine Form von Haftung liegen.
00:34:52: also dann können sich dann auch andere Sachen entbergen.
00:34:55: Ich glaube das ist einfach wichtig für den Text und gerade hier nochmal bei der Physik mit all ihren Errungenschaften und Gefahren, die Technik und physikalische Erkenntnis dann auch birgt.
00:35:07: Dass man sich hier an der Stelle dann entscheidet ob dieser Text irgendwie als Kulturkritik gelesen wird oder als Science-Geschichte her, dass der Mensch eben weder Urheber noch Opfer von der Natur ist...
00:35:19: Genau das ist sehr interessant!
00:35:21: ...sondern irgendwie von der Nature angesprochen wird und sich im Umgang damit zeigt wie man angesprochen wird.
00:35:29: Der Mensch ist auf der einen Seite ein Hörender, aber nicht unbedingt ein Hörtiger.
00:35:33: Man kann sich die Natur zu Nutze machen.
00:35:36: Das meine ich nach Heideges Auffassung auch nichts Verwerfliches daran, sich zur Nutzung zu machen.
00:35:43: Aber es ist eben auch falsch bei Naturkatastrophen davon zu reden dass der Mensch ein Opfer von Naturkatastrophe ist sondern Heidege würde sagen die Natur stellt den Menschen eben und wenn sich der Mensch selbst da hineinstellt in diese Situation.
00:36:00: Also es ist halt vielleicht einfach nicht klug am Fuse des Vulkans ein Haus zu bauen, so man muss schon damit rechnen dass der ausbrechen kann und das dann das Haus weg ist.
00:36:10: oder wenn ich die Natur mir auf eine Art zum Bestand mache, dann stellt sie mich zurück, dann haben wir einen Klimawandel.
00:36:17: Ist da auch mit drin?
00:36:19: Diese Aspekt von Wahrheit finde ich eben sehr spannend den er in der Technik hat, dass er sagt die moderne Technik so wie sie angelegt Die macht für uns diese Form von Entbergen, also die Form von Wahrheit ausgraben oder das halt Dinge eher auf uns zukommen.
00:36:33: Sehr schwierig!
00:36:34: Und darin liegt dann auch ein scheitern- oder ein mögliches Scheitern vom Menschlicher Selbsterfahrung auch und zwar eben in diesem Gestell eben dadurch dass alles gestellt wird... ...und darauf dass wir auch alle stellen.
00:36:44: Ein sehr interessantes Verhältnis damit Menschen.
00:36:46: Wenn wir nämlich noch mal auf diese Antike, also auf diese voll umfassende Idee von Technik zurückgehen, dann werden natürlich auch so Sachen wie ich weil du hast so eine schöne Einleitung auch gesagt nämlich Kunst wird dann natürlich auch wieder interessant, weil die uns dann nämlich auch weitere Formen von Technik...weiß ich es dann eine weitere Form von Technic ist.
00:37:03: Die uns dann auch wieder Zugang zu Wahrheiten gibt und wo man auch dann dieser Form, also diese Gefahr des Wahrheit nicht mehr auf einen zukommen kann oder das Wahrheit eben einem nicht mehr so anleuchtet.
00:37:12: Ich weiß ja, das ist immer sehr schwierig dann jetzt das zu machen was Heidegger eben nicht macht, nämlich metaphorisch zu werden.
00:37:17: Also dass eben dieses Zukommen der Wahrheit als entbergen uns entgeht
00:37:23: durch
00:37:23: diese Gefahre So was wie Kunst und Poesie eben wieder umso interessanter wird, weil sie eben einen Wahrheitszugang gibt.
00:37:28: Der uns in der alltäglichen Technik nicht mehr zukommt.
00:37:31: Das bringt ja auch die letzten beiden Argumentationsschritte des Textes einfach noch mal ins Spiel.
00:37:35: Und zwar sagt Heidegger anschließend an die Physikdebatte noch das auf ein Weg des Entbergens gebracht werden.
00:37:43: geschickt werden heißt.
00:37:45: Und das G-Stell ist eben ein Geschick und kein Zwang.
00:37:50: er also wirklich geschickt im Sinne von
00:37:53: gesendet
00:37:54: hol etwas, ja.
00:37:55: Also jedes geschickt werden birgt die Gefahr das der Mensch im Gestell droht selbst als Bestand genommen zu werden.
00:38:04: und alles andere entbergen wird dann irgendwie vielleicht vertrieben sagt Heidegger und kommt eben so dazu dass das Gestell auch die höchste Gefahr ist aber dass die Technik nicht das gefährlich ist.
00:38:17: also ergrenzt da nochmal ab.
00:38:23: Also irgendwie so Schicksal als unabhängiger verlaufter Welt, noch irgendwie eine Dämonisierung der Geräte.
00:38:29: Das blöde Handy!
00:38:30: Genau
00:38:30: so ja und das bringt ihnen dann auch zu seinem Schlussargument dass das Wesen keine Gattung ist, sonst wäre die Dampfturbine auch ein Gestell.
00:38:39: aber das isst sie eben nicht weil Wesen heißt einfach nur Wehren und also Wehrend mit Haar Naja, ist halt Heidegger oder?
00:38:49: Nur das gewährte Wert.
00:38:51: Ja ja.
00:38:52: Ist leider so...
00:38:53: Ich hab die Stelle auch
00:38:54: gerade!
00:38:55: Aber auch das Herausfordern bleibt für Heideger ein Schicken und damit einen Gewehren.
00:39:01: Wenn man dem Text und unsere Folge bis hierhin folgen konnte dann kommt man mit Heidege zu dem Schluss dass das Wesen der Technik irgendwie auf das Wachstum des Rettenten birgt weil eben das Gestell kein Gattungsbegriff ist.
00:39:17: Und die Beispiele, die ihr bringt sind eben nicht nur Reduktionen sondern nur weil das G-Stell kein Gattungsbegriff ist kann es überhaupt etwas gewähren.
00:39:29: Ihr habt euch ja hoffentlich mit uns durch Text und Folge gekämpft und ich glaube die Intention dass sich um eine Gegenüberstellung handelt und dass er damit irgendwie auch nochmal auf ne Sonderstellung von Kunst und Poesie hinaus möchte glaub ich kommt gut durch.
00:39:43: Ich finde diese ganze Idee, diese Aufhebung von wir sind Technik gegenübergestellt.
00:39:50: Sondern wir sind einfach radikal immer schon auf sie bezogen.
00:39:53: Das finde ich sehr gewinnbringend gerade in der Zeit, in der wir heute leben, indem man vielleicht auch so ein Aufsatz noch mal neu schreiben müsste.
00:40:00: Denn die motorisierte Ernährungsindustrie ist eben etwas ganz anderes als eine KI, die unsere komplette Informationsstruktur um uns herum halt zum Beispiel auch mitprägt.
00:40:14: In diesem Sinne gewähre ich das Ende der Folge.
00:40:17: Ich hoffe, ihr habt versucht mit uns Heidegger zu verstehen und
00:40:22: bis dann!
Neuer Kommentar