Sapere Audio - Philosophie für Alle!

Das Podcast Projekt Sapere Audio macht akademische Philosophie anhand kurzer Texte für ein breites Publikum zugänglich. Wir verstehen Philosophie als lebendigen Dialog. In 20 - 50 minütigen Episoden, diskutieren wir schlaglichtartig bedeutende Denker:innen und prägende Theorien quer durch die Philosophiegeschichte. Viel Spaß beim reinhören und mitdenken!

Sapere Audio - Philosophie für Alle!

Neueste Episoden

 Thomas Claviez: Populismus

Thomas Claviez: Populismus

42m 16s

Thomas Claviez beschäftigt sich in seinem 2019 erschienenen Aufsatz „Where are Jacques and Ernesto when you need them? Ranciere and Laclau on populism, experts and contingency“ mit der Frage wie mit dem zunehmenden Populismus in demokratischen Gesellschaften umgegangen werden kann. Dazu bezieht er sich auf Ideen des argentinischen politischen Theoretikers Ernesto Laclau und des französischen politischen Philosophen Jacques Ranciere. Zentral sind für die Analyse des Phänomens Populismus sind die Begriffe Kontingenz und das Konzept des „Leeren Signifikanten“, Viel Vergnügen beim Hören!

Bernard Williams: Moral Luck

Bernard Williams: Moral Luck

45m 40s

In dieser Episode diskutieren wir über den Begriff des Moralischen Zufalls (Moral Luck) der vom englischen Moralphilosophen Bernard Williams geprägt wurde und seit der Veröffentlichung seines Textes „Moral Luck“ 1981 einen prominenten Gegenstand der philosophischen Debatte darstellt. Williams stellt die traditionelle Vorstellung infrage, dass nur kontrollierbare Handlungen moralisch relevant sind, indem er anhand von Beispielen aufzeigt, dass Glück oder Pech, sowie Erfolg und Misserfolg eine Rolle bei der moralischen Bewertung unserer Handlungen spielen. Damit greift er die besonders im deutschsprachigen Raum sehr verbreitete ethische Konzeption Immanuel Kants an, der moralische Verantwortung auf den guten Willen und Handlungen unter eigener Kontrolle...

Sapere Interview: Lena Schützle -

Sapere Interview: Lena Schützle - "Compassion"

47m 25s

Lena Schützle setzt sich in ihrer Doktorarbeit intensiv mit dem Begriff des Mitgefühls auseinander. Im Zentrum ihrer Untersuchung steht insbesondere die Idee der „Compassion“, wie sie von Ryōsuke Ōhashi im Spannungsfeld zwischen buddhistischer Theorie und der westlichen phänomenologischen Tradition entwickelt wurde.
Im Gespräch wird unter anderem der Begriff der „Leere“ heraus gearbeitet, wie er in der Kyoto-Schule geprägt wurde, um Ōhashis Verständnis von Compassion besser zu verstehen. Diese „Leere“ zeichnet sich durch eine Auflösung der Grenze zwischen dem eigenen Selbst und den Anderen aus und beschreibt ein grundlegendes Mit-Sein, das über ein bloß moralisches Mitgefühl hinausgeht.
Vielen Dank an Lena...